Der Bullmastiff ist ein riesiger und sehr robuster Hund vom Molosser-Typ. Er eignet sich sowohl als Gebrauchshund als auch als Begleithund hervorragend. Ursprünglich half er bei der Bekämpfung von Wilderei, heute ist er ein ausgezeichneter Wächter und treuer Freund.
Bei der Hunderasse Bullmastiff können Bilder die Größe und den Eindruck, den diese Hunde hinterlassen, nicht vollständig wiedergeben. Ihre enorme und massige Erscheinung weckt Respekt, doch in Wirklichkeit sind sie verspielte Hunde, die sehr an ihren Besitzer gebunden sind. Sie sind jedoch nicht besonders leicht zu trainieren, daher sollte ihre Bindung zum Besitzer hauptsächlich auf Vertrauen basieren. Hund der Rasse ist nicht für unerfahrene Hundebesitzer geeignet und definitiv keine gute Wahl als erster Hund.
Was weiß man über den Hund Bullmastiff?
- Allgemeiner Eindruck: Stark gebaut, harmonisch, kräftig, robust und aktiv.
- Herkunftsland: Großbritannien
- FCI-Klassifikation: Gruppe 2 – Pinscher, Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde.
- Sektion 2.1 – Mastiffartige Molosser.
- Verwendung: Wachhund
- Größe: Rüden: 64 – 69 cm, Hündinnen: 61 – 66 cm
- Gewicht: Rüden: 50 – 59 kg, Hündinnen: 41 – 50 kg
- Fell: Kurz und hart, wetterfest, anliegend.
- Farbe: Schattierungen von gestromt, falbfarben und rot, mit schwarzer Maske.
- Lebenserwartung: 8–10 Jahre
- Charakter: Lebhaft, robust, vertrauenswürdig, zäh, fröhlich, intelligent und loyal.
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Welchen Charakter hat der Bullmastiff Dog?
Beim Bullmastiff ist das Verhalten ein sehr wichtiges Element des Rassestandards. Ihre Größe weckt Respekt, aber auch eine gewisse Furcht. Es sollte jedoch betont werden, dass jegliche Anzeichen von Aggression diese Hunde von der Zucht ausschließen sollten. Daher ist die Wahl einer guten Zuchtstätte von großer Bedeutung für das gesamte zukünftige Leben mit dem Hund. Emotionale Instabilität, Aggression oder Ängstlichkeit sind bei solch großen Tieren schwer zu beseitigen und können ein erhebliches Risiko für den Besitzer, Unbeteiligte und andere Tiere darstellen.
Diese Rasse ist für ihren großen Mut bekannt, aber sie zeichnet sich auch durch große Sanftmut und Stabilität aus. Aufgrund ihrer Sensibilität und starken Bindung an den Besitzer sollten sie nicht in Zwingern gehalten werden. Ihr Platz ist im Haus bei ihrer Familie. Sie eignen sich jedoch hervorragend als Wachhunde. Die Hunde patrouillieren gerne das Gelände, aber ihr Hauptinteresse gilt den Menschen. Sie stellen den Menschen an die erste Stelle und verteidigen ihn an erster Stelle. Im Verteidigungsfall ihrer Familie sind sie sogar bereit, es mit einem Bären aufzunehmen.
Eine wünschenswerte Charaktereigenschaft des Bullmastiffs ist die Stabilität. Daher wirken diese Hunde oft gleichgültig. Ihre große Geduld kann täuschen, denn wenn sie provoziert werden, sind sie nicht zu stoppen. Deshalb brauchen sie einen starken und erfahrenen Besitzer, der in der Lage ist, sie auch in extremen Situationen zu kontrollieren.
Ist der Hund ein guter Begleiter für Kinder?
Seine Ruhe und Stabilität machen ihn geduldig und tolerant gegenüber den Jüngsten. Aufgrund ihrer Größe sollte das Spielen jedoch immer unter der Aufsicht eines Erwachsenen erfolgen. Hunde dieser Rasse reagieren in der Regel sehr gut auf andere Tiere. Man sollte jedoch auf kleine und freche Hunde achten, denn trotz ihrer großen Geduld kann der Bullmastiff irgendwann die Geduld verlieren.
Bewegungsbedarf der Hunde
Der Bewegungsbedarf dieser Hunde ist mäßig. Sie gehen gerne spazieren, sind aber keine Fans von langen Distanzen. Die Hunde passen sich gut an einen eher häuslichen Lebensstil an. Sie lernen leicht, sich zu entspannen, daher werden sie sich trotz ihrer Größe auch in einer kleinen Wohnung wohlfühlen. Es ist jedoch wichtig, ihnen regelmäßige Spaziergänge zu ermöglichen, um ihnen neue Reize zu bieten.
Bullmastiff Hunde und ihr Aussehen
Bullmastiffs wurden von der FCI in Gruppe 2 und Sektion 2.1 – Molosser vom Mastiff-Typ eingestuft. Es sind große, starke und muskulöse Hunde mit einer harmonischen und proportionalen Silhouette.
Der Kopf des Bullmastiffs ist groß und kantig. Auf seinem Gesicht können sich parallele und nicht zu tiefe Falten bilden, die besonders dann sichtbar sind, wenn der Hund etwas besonders interessiert. Die Nase ist breit mit deutlich geöffneten Nasenlöchern. Die Schnauze ist kurz, breit, stumpf und etwas kantig. Sie sollte proportional zum Schädel sein. Der Unterkiefer ist breit und die Zähne sind stark und gleichmäßig verteilt. Die Lippen sollten nicht schlaff sein. Die hoch am Schädel angesetzten Ohren sind umgeklappt. Der Hals dieser Hunde ist gut bemuskelt und mittellang. Der Körper ist gerade, aber nicht so, dass die Harmonie und Bewegungsfreiheit beeinträchtigt wird. Die hoch angesetzte, dicke Rute verjüngt sich zur Basis hin. Die Brust ist tief und breit – am breitesten im Bereich zwischen den Vorderbeinen. Die Gliedmaßen sind stark und gut bemuskelt, weit auseinander stehend.
Der Bullmastiff hat kurzes und hartes Fell, das sehr gut am Körper anliegt. Diese Hunde kommen in den Farben falb, gestromt und rot vor. Das Fell sollte sauber und gleichmäßig sein – nur kleine weiße Abzeichen auf der Brust sind zulässig. Eine schwarze Maske ist erforderlich, die sich in Richtung der Augen aufhellt.
Bullmastiffs gehören zu den Rassen von riesiger Größe. Die Widerristhöhe bei Rüden beträgt bis zu 69 Zentimeter, bei Hündinnen bis zu 66. Die Hündinnen wiegen bis zu fünfzig Kilogramm, die Rüden sind sogar um zehn Kilogramm schwerer.
Bullmastiffs und mögliche Krankheiten
Wie die meisten Riesenrassen sind Bullmastiffs keine langlebigen Tiere. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung beträgt neun Jahre, viele Individuen sterben jedoch viel früher. Bei der Rasse Bullmastiff treten Krankheiten, die am häufigsten auftreten, aufgrund der großen Größe dieser Hunde auf. Sie sind sowohl für Hüftdysplasie (manchmal auch Ellbogendysplasie) als auch für Magendrehungen anfällig. Auch Augenerkrankungen treten häufig auf. Relativ häufig kommt es zu Entropium, das sich durch das Einrollen der Augenlider äußert. Dies ist ein Defekt, der eine chirurgische Korrektur erfordert.
Das Liegen auf harten Oberflächen und der Druck auf die Ellbogengelenke kann zur Bildung sogenannter Schwielen führen, also von Hornhautverdickungen und -schwielen. Daher ist es ratsam, diesen Hunden ausreichend große und weiche Schlafplätze zur Verfügung zu stellen.
Der Bullmastiff ist ein Hund, der für seine ziemlich hohe Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse bekannt ist. Diese Rasse hat jedoch eine relativ kurze Schnauze und ein Fell ohne Unterwolle. Daher sind extreme Temperaturen für sie nicht gut. Bei Hitze ist es ratsam, ihnen einen schattigen und kühlen Ort zu bieten, und bei Kälte sollten lange Spaziergänge vermieden werden.
Einige Bullmastiffs leiden auch an kardiologischen Problemen. Am häufigsten treten dilatative Kardiomyopathie und angeborene Aortenstenose auf.
Wie pflegt man den Hund?
Aufgrund des kurzen Fells ohne Unterwolle ist die Pflege des Bullmastiffs nicht besonders aufwendig. Wichtig ist regelmäßiges Bürsten, das hilft, abgestorbene Haare zu entfernen und die Durchblutung der Haut zu verbessern. Ein gewöhnlicher Metallkamm ist dafür ausreichend. Manchmal muss der Hund mit einem feuchten Tuch abgewischt werden, um Staub und Schmutz zu entfernen.
Bäder sind nur erforderlich, wenn der Hund nach einem Spaziergang stark verschmutzt ist. Es ist ratsam, Shampoos für Hunde mit hartem Fell zu verwenden; Spülungen oder zusätzliche Pflegeprodukte sind jedoch nicht notwendig.
Man sollte die Hautfalten kontrollieren, da Verschmutzungen zu Infektionen führen können. Darüber hinaus benötigt der Bullmastiff die gleichen Pflegeprozeduren wie Hunde anderer Rassen. Bei Bedarf sollten seine Krallen gekürzt und die Zahngesundheit überwacht werden.
Beim Bullmastiff sollte die Ernährung besonders sorgfältig abgestimmt sein, da diese Hunde zu Übergewicht neigen. Eine gut ausbalancierte Nahrung sollte einen hohen Anteil an tierischem Eiweiß und so wenig Kohlenhydrate wie möglich enthalten. Sowohl Nass- als auch Trockenfutter sind geeignet. Es lohnt sich, über die Einführung der BARF-Diät nachzudenken, die es ermöglicht, den Speiseplan individuell an die Ernährungsbedürfnisse des jeweiligen Hundes anzupassen.
Zucht – worauf sollte man achten?
Wie bei allen Hunden sollte die Auswahl eines Bullmastiff-Welpen mit der Suche nach einer guten und vertrauenswürdigen Zucht beginnen. Diese Rasse ist in unserem Land immer noch relativ wenig verbreitet. Im Kynologischen Verband gibt es jedoch einige spezialisierte Zuchten, in denen du einen Hund für dich finden kannst. Worauf sollte man achten? Zunächst sollte die Zucht in einer Organisation registriert sein, die unter der Schirmherrschaft der Internationalen Kynologischen Föderation (FCI) arbeitet. Eine der ersten Fragen, die du dem Züchter stellen solltest, ist, ob seine Hunde FCI-Stammbäume erhalten.
Der Bullmastiff ist eine Rasse, die aufgrund ihrer Größe anfällig für verschiedene Krankheiten ist. Es ist sehr wichtig, dass die Hunde in der Zucht eine vollständige medizinische Untersuchung durchlaufen haben – sowohl genetische Tests als auch Hüft- und Ellbogengelenksröntgen.
Die große Größe dieser Hunde erfordert auch eine entsprechende Sozialisierung, die bereits in der Zucht beginnen sollte. Denke daran, dass der Rassestandard nicht nur das Aussehen, sondern auch den Charakter umfasst. Bullmastiffs sollten keine Anzeichen von Aggression zeigen und emotional stabil sein. Daher wird ein Besuch in der Zucht empfohlen, bevor du einen Welpen kaufst, um die Eltern deines zukünftigen Hundes kennenzulernen.
Bullmastiff – für wen?
Der Bullmastiff ist ein Hund für einen erfahrenen Besitzer, der in der Lage ist, eine stabile und vertrauensvolle Beziehung zu ihm aufzubauen. Hunde dieser Rasse fühlen sich auch in mittelgroßen Wohnungen wohl. Sie benötigen jedoch ausreichend Bewegung (obwohl nicht übermäßig viel). Sie sind geeignet für Personen, die sich der Notwendigkeit einer sehr genauen und effektiven Ausbildung sowie der richtigen Sozialisierung bewusst sind. Bullmastiffs neigen zu Übergewicht, daher benötigen sie eine ausgewogene und gut abgestimmte Ernährung. Sie eignen sich gut als Wachhunde, die jedoch ständig Zugang zu ihrer geliebten Familie haben. Isolation wirkt sich negativ auf die Psyche des Bullmastiffs aus, führt zu Frustration und schlechter Laune. Aufgrund ihrer großen Geduld eignen sie sich gut für Familien mit Kindern. Die Spiele sollten jedoch von Erwachsenen beaufsichtigt werden.
Wie ist die Geschichte der Rasse?
Der Hund, wie alle Molosser, stammt von riesigen Hunden ab, die aus den heutigen Gebieten Tibets nach Europa kamen. In alten Zeiten wurden sie als Kampfhunde betrachtet, die römischen Legionen begleiteten und an Kriegsmärschen teilnahmen. Die Geschichte dieser speziellen Rasse beginnt im 19. Jahrhundert. Der Bullmastiff ist ein Nachkomme zweier anderer Rassen: des alten englischen Bulldogs und des englischen Mastiffs. Diese Hunde sollten ursprünglich Landbesitzer vor Dieben und Wilderern schützen. Damals war Wilderei ein Verbrechen, das mit dem Tod bestraft wurde, daher bedeutete die Bekämpfung dieses Vergehens oft einen Kampf auf Leben und Tod – sowohl für den Hund als auch für seinen Besitzer. Deshalb war ein extrem widerstandsfähiges, physisch starkes und mutiges Tier erforderlich. Der Bullmastiff war schneller und wendiger als die alten englischen Bulldoggen und stabiler als die Mastiffs. Seine Aufgabe war es, potenzielle Wilderer zu lokalisieren, sich ihnen zu nähern und sie zu bewachen, bis die Wachen eintrafen. Seine dunkle Farbe – insbesondere die schwarze Maske im Gesicht – machte ihn im Dunkeln fast unsichtbar.
Der Bullmastiff wurde 1924 vom englischen Kennel Club und 1933 vom amerikanischen Kennel Club anerkannt. Der erste Rassestandard wurde 1925 festgelegt. In unser Land kamen Hunde dieser Rasse nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihre Popularität wuchs jedoch in den 1980er Jahren, als auch die ersten Zuchten entstanden.